Stopp, Pauline

Textile Lab – Kunst aus dem, was übrig bleibt

Im Projekt Textile Lab – Kunst aus dem, was übrig bleibt geht es um eine freie künstlerische Entfaltung der Teilnehmer*innen. In den künstlerischen Arbeiten soll nach Möglichkeit auch die Zweidimensionalität durchbrochen werden. Teil des Projekts wird die Erforschung des Themas mit verschiedenen textilen Techniken, wie Collage, Stickerei als Zeichnung, plastisches Gestalten und Assemblage sein, sowie die Ergründung des Themas im philosophischen Sinne. Dabei bleibt noch völlig frei, was zum Schluss entsteht; ob zweidimensionale Bilder oder dreidimensionale Objekte.

UMFANG | Geplant sind drei bis vier Blöcke zu mehrstündigem Arbeiten mit Schüler*innen der Klassenstufe 11. Auf diese Weise wird den Schüler*innen die Möglichkeit offeriert, mit anderen (gemischt mit bis dato fremden Schüler*innen) auf Augenhöhe in ein gruppendynamisch anspruchsvolles und außerordentlich praktisches Kunstprojekt einsteigen und neue Erfahrungen machen zu können.
PROJEKTBESCHREIBUNG | Im Vordergrund des Projektes steht das künstlerische Gestalten mit Textilien. In einer Welt in der Fast-Fashion überhandnimmt und bedrohliche Mengen an gebrauchten und ungebrauchten Textilien in die Umwelt geraten, soll dieses Projekt den Umgang zum Thema Wiederverwertung, Recycling, Up-Cycling und Nachhaltigkeit schulen. Die Schüler*innen können vorab Stoffreste, alte Kleidungsstücke und andere Textilien sammeln. Im Workshop entwickeln wir mit der Nähmaschine und mit der Hand textile Collagen und textile Objekte. Textilien zählen zu den Gebrauchs- und Kulturgegenständen unserer Gesellschaft. Welche Aufgabe haben sie? Wo überall kommen Textilien zum Einsatz? Welche Geschichte erzählen sie? Wie fühlen sie sich an? Welche Unterschiede gibt es? Welche Erinnerungen speichern Textilien? Diese Erfahrungen bewusst zu machen, neue Erfahrungen aufzuarbeiten und die erlebte handwerkliche Vielfalt selbst im eigenen Lernumfeld auszuprobieren und anzuwenden, ist das Ziel des Projektes. Malerisch oder Zeichnerisch können ergänzende Motive oder auch mit anderen Werkstoffen Ergänzungen geschaffen werden, die es erlauben, die optisch vermittelte Ebene zu verlassen

Mit dem Projekt sollen wichtige Initialfunken gegeben werden, um die künstlerische Arbeit der Jugendlichen mit der Erfahrung von Selbstwirksamkeit zu verbinden.

Albert-Einstein-Gymnasium | Neubrandenburg

Demminer Straße 42, 17034 Neubrandenburg