Uibo-Müggenburg, Kairi

Rabbit Hole

„Rabbit Hole“ ist ein Metapher für Situationen in sozialen Netzwerken, in denen man ungeplant in ein thematisches Gebiet eintaucht und immer tiefer hineingerät.
Wir graben uns wie die Hasen ein – tief hinein in die Welt der Kunst und setzen sie in Bezug zu der digitalen Angebot.
Zuerst besuchen wir in das Staatliche Kunstmuseum in Schwerin.
Wir machen Skizzen im Museum und fotografieren mit dem eigenen Handy Lieblingswerke aus zwei verschiedenen Epochen ach Wahl. Außerdem recherchieren wir Hintergrundinformationen im Internet. Wir analysieren die Antworten aus dem Netz.
In Gruppen wählen wir jeweils ein Kunstwerk aus und graben uns in seine Entstehungsgeschichte ein – durch eigene, gestalterische Erfahrungen mit verschiedenen Materialien und Medien. Ich stelle zudem verschiedene zeitgenössische Künstler vor und anschließend unsere Arbeitsmöglichkeiten.
Den Schülern stehen Stationen für einen Stop-Motion-Film, für ein 3D-Programm, für das dreidimensionale Gestalten von Skulpturen aus Pappe sowie Mal- und Collagestationen zur Verfügung. Mit Museumsbesuch und „Materialflut“ setze ich der „Handylichtflut“ bewusst etwas Greifbares entgegen. Mit dem untersuchen des angebotenen Materialreichtums entlasse ich die Schüler nicht in die Beliebigkeit, sondern helfe ihnen ihre eigenen Stärken und Neigungen zu finden.
Ein Film ist ein Nebenprodukt in diesem Projekt.In dem Projekt geht es darum, die Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Ästhetiken und den eigenen Vorlieben kennenzulernen und mit einer Künstlerin zusammen zu gestalten.
Nach dem Museumsbesuch und Vorstellung der Möglichkeiten und anderen Erörterungen schaffen wir eine Gemeinschaftserfahrung: eine große Fläche wird mit Farbe und mit großen Pinseln gestaltet, wofür im Schulalltag sonst kaum Raum gegeben ist.
Danach finden sich die Gruppen nach Arbeitsmethoden und Ideen zusammen. Meine Stärke liegt darin, quasi im Gefecht des Geschehens Zusammenhänge zu erklären und „Räume“ zu öffnen, in denen Ideen der Schüler gefunden, erkannt und weiterentwickelt werden können.
In den folgenden Tagen arbeiten die Gruppen an ihren Projekten. Jeden Morgen und zum Tagesabschluss gibt es einen Austausch mit den anderen Gruppen.
Am letzten Tag beenden diskutieren und präsentieren wir unser Projekt der Schulgemeinschaft.
Die Schüler können zum Schluss ein Kunstwerk beschreiben und einordnen sowie ihr eigenes Werk und das zugehörige künstlerische Konzept erläutern.
Ich freue mich sehr auf das Gestalten und Entdecken mit den Schülern!

Johann-Heinrich-Pestalozzischule | Gadebusch

Agnes-Karll-Str. 6 , 19205 Gadebusch